Energieausweis fehlt bei vielen Gebäuden
Nachricht vom 13.6.2009Ab dem 01. Juli 2009 müssen alle öffentlichen Gebäude wie z.B. Schulen, Krankenhäuser oder Ämter mit einer Nutzfläche von 1000 Quadratmetern oder mehr einen deutlich sichtbaren Energiepass aushängen. Dieses Dokument fehlt der Deutschen Energie-Agentur dena zufolge allerdings noch bei 75 Prozent der 55 000 betroffenen Gebäude in ganz Deutschland.
Thomas Kwapich, Bereichsleiter der dena, bezeichnet den Energieausweis als “große Chance”, weil er Auskunft über die Energieeffizienz der Häuser gibt und Modernisierungsmaßnahmen aufzeigt, mit denen die Strom- und Gaskosten langfristig gesenkt werden können. Kwapich rät zur Erstellung eines bedarfsorientierten Energieausweises, der auf das jeweilige Gebäude ausgerichtet ist. Bei einer Umfrage der dena gaben immerhin 86 Prozent der befragten Eigentümer an, ihre öffentlichen Gebäude in den nächsten fünf Jahren energetisch sanieren zu wollen.
Ab dem 01. Juli müssen aber auch private Immobilien über einen Energiepass verfügen. Besitzer, die ihre Häuser vermieten, verpachten oder verkaufen wollen, müssen dem Interessenten seit dem 01. Januar 2009 das Dokument spätestens auf Nachfrage vorlegen können. Vor genau einem Jahr, ab dem 01. Juli 2008 war der Ausweis schrittweise für Wohngebäude eingeführt worden.
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