Stromkonzerne müssen bezahlen
Nachricht vom 8.2.2010Strom- und Gasnetzbetreiber müssen sich wohl darauf gefasst machen, weit mehr als zwei Milliarden Euro zurückzahlen zu müssen. Die Bundesnetzagentur fordert, dass die Versorger aufgrund von zu hohen Preisen für die Nutzung ihrer Leitungen entsprechend hohe Rückforderungen leisten müssen. Als Ausgleich müssen die Energiekonzerne nun auf Teile ihrer Einnahmen verzichten.
Stromkunden von sinkenden Preisen nicht betroffen
Auch wenn die Bundesnetzagentur die Betreiber zwingt, ihre Netzentgelte zu reduzieren können Strom- und Gaskunden immer noch nicht auf eine spürbare Entlastung im Preissektor rechnen. Viele Stadtwerke in Deutschland sind von der Regelung betroffen und haben bereits die Netznutzungsentgelte reduziert. Diese Reduzierung sei nun schon in dem meisten Strom- und Gaspreisen inbegriffen. Stadtwerke schützen sich mit zu hohen Beschaffungskosten, die es unmöglich machen, gerade im Gassektor die Preise noch weiter fallen zu lassen. Eigentlich wäre angesichts der Situation eine Gaspreiserhöhung notwendig gewesen.
Strompreisentwicklung gerechtfertigt?
Auch für die Strompreise haben die Stadtwerke eine Erklärung. Im Fall von Strom seien hauptsächlich die steigenden Abgaben für die Kostenentwicklung verantwortlich, weshalb der Strompreis nicht sinken kann. Die Abgaben, die die Stadtwerke nicht betreffen, haben sich in den letzten zehn Jahren von 20 auf 40 Prozent verdoppelt. Eine Strompreiserhöhung ist durch sinkende Kosten für die Netznutzung ausgeglichen worden.
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Redaktion Stromtarife.de: Patricia vom Merk


